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Diese Blüten haben die Kinder der 1. Klasse mit ihrer Deutsch-Lehrerin Frau Lehner-Teufel zum Blühen gebracht.
 Worum handelt es sich bei diesen Blüten? 20 Kinder haben in diesem Schuljahr wundervolle Briefe der Wertschätzung für jeweils eine Mitschülerin bzw. einen Mitschüler entstehen lassen.
Wie wird ein Brief zu einem einzigartigen Zeichen der Wertschätzung? Für wahre Wertschätzung dürfen wir uns Zeit nehmen. Zeit, die wir einem anderen Menschen schenken. So wurde im Deutschunterricht zunächst in einem spannenden Auswahlverfahren von jedem Kind der Name eines anderen Kindes gezogen. Dabei mussten die Kinder diesen Namen eine Weile lang wie ein Geheimnis mit sich herumtragen, ohne ihn zu verraten. Zu bedenken ist, dass die Kinder der 1. Klasse sich alle schon eine Weile lang kennen. Das heißt, mindestens vier Jahre in der Volksschule miteinander verbracht haben, wobei manche sich sogar noch länger aus der gemeinsamen Zeit im Kindergarten kennen. Viele Freundschaften sind in dieser Zeit entstanden, man hat miteinander vieles erlebt. Jede/r Einzelne kann spannende Geschichten erzählen, woran sich die anderen auch erinnern können. Manchmal hat man Spaß gehabt, miteinander Tränen der Freude gelacht. Einige Male gab es auch Streit oder die eine oder andere Verletzung.
Für wen waren diese Briefe eine Herausforderung? Eigentlich für alle Kinder. Wer schreibt denn heute noch Briefe??? Eine WhatsApp oder E-Mail sind doch so viel einfacher und brauchen weitaus weniger Zeit. Trotzdem waren sich alle einig, dass sie sich über den Erhalt eines Briefes oder einer Postkarte sehr freuen würden. Nun ging es an die Arbeit: Im Kunstunterricht wurde unter der Anleitung von Frau Lehrerin Larissa Heigl liebevoll selbst bemaltes Briefpapier hergestellt. Hier galt es für einige, die nicht gerade den besten Buddy gezogen hatten, sich zu überlegen, welche Gestaltung des Briefpapiers dem/r Empfänger/in besondere Freude bereiten würde.
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Wer eine Freundin oder einen Freund gezogen hatte, hatte es da schon viel leichter, wie auch beim Verfassen des Briefes.

Trotzdem ist es allen Kindern gelungen, großartige Briefe zu gestalten und zu schreiben.
Zuallerletzt mussten die Kinder die Briefkuverts mit der Adresse des Empfängers und dem eigenen Absender beschriften. Dann mit einer Briefmarke versehen, die Herr Direktor Holzgruber spendierte. Zum Schluss mussten alle Briefe auch noch zu einem bestimmten Datum, nämlich am 21. März, zum Briefkasten in Lunz gebracht und aufgegeben werden. Eine ziemliche Herausforderung für einige Kinder, wie sich später herausstellte.
Welche Überraschungen gab es bei diesem Projekt? Mehrere!!! Zunächst einmal waren alle Kinder gespannt, von wem sie wohl einen Brief erhalten würden. Dass die Briefe auch ankommen würden, bezweifelte niemand. Auf die österreichische Post ist doch Verlass. Aber hatte auch jedes Kind die richtige Adresse des Empfängers aufs Kuvert leserlich geschrieben und die Briefe rechtzeitig aufgegeben, damit sie noch vor Ostern an ihr Ziel gelangen würden? Wie sich herausstellte, konnte ein Brief trotz korrekter Adresse von der Post nicht auf Anhieb zugestellt werden, wurde an den Absender retourniert und musste ein zweites Mal aufgegeben werden. Ein anderer Brief fand leider im 1. Durchlauf nicht seinen Weg zum dem Kind, für welches er geschrieben worden war. Er wurde versehentlich von einem „falschen Empfänger“ geöffnet, doch letztlich konnte auch dieser Brief richtig zugestellt werden. Blüten der Wertschätzungen brauchen Zeit zum Gedeihen und so war es auch bei diesen Briefen. Trotzdem ist eines klar aus der Rückmeldung zum Projekt hervorgegangen.
Alle Kinder haben sich sehr über diese Briefe gefreut, die mit so viel Einsatz und Liebe gemacht worden sind.

Am Ende des Projekts haben wir mit Wollfäden das Geheimnis gelüftet, wer an wen einen Brief geschrieben hat und wer von wem einen Brief bekommen hat.
- Bericht von Frau Lehner-Teufel -
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